Becken
Becken nannte man im geologischen Sinne breite, wannenartige Einsenkungen, in denen die Schichten womöglich von den erhöhten Außenwänden nach der tiefsten Stelle einfallen, also eine Art übereinander liegender, tellerartiger Schalen bilden.
Man spricht von Steinkohlenbecken, von Kreidebecken u.s.w. und meint damit flache Einsenkungen aus der Zeit der Steinkohlenformation, der Kreideformation, des Tertiärs (Mainzer, Pariser Becken). Indes ist der Ausdruck ungenau und veraltet, denn die meisten geologischen Becken sind nicht von einem erhöhten, geschlossenen, sondern von einem meist vielfach unterbrochenen Außenrand umgeben; der Schichtenbau hat vielmehr meist den Charakter der Muldenform (s. Mulde) oder bildet eine Ausbuchtung eines größeren Senkungsgebietes, wie das Mainzer Becken, das Münsterer Becken. Die früher für Becken bezeichnende Lagerungsform der Schichten ist in den meisten Fällen keine ursprüngliche, sondern die Schichten sind durch Gebirgsstörungen nach ihrem Absatz in die scheinbar beckenartige Lagerung gebracht worden. Würde in einem beckenartigen Senkungsgebiet eine mächtige, durchlässige Schichtenreihe, die an den Rändern zu Tag ausgeht, von wenig durchlässigen Schichten überlagert, so wäre im Innern des Beckens die Möglichkeit für die Anlage von artesischen Brunnen gegeben.
Leppla.
http://www.zeno.org/Lueger-1904.
Synonyme:
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Becken [1] — Becken, kommt außer dem Menschen nur bei den 3 obersten Klassen der Wirbelthiere vor und bildet bei denselben denjenigen Theil des Knochengerüstes, welcher die inneren Geschlechtstheile, den unteren Theil des Darmkanales umschließt und den… … Herders Conversations-Lexikon
Becken — Becken: Mhd. becken, ahd. beckīn ist aus vlat. *baccinum »Becken« (s. ↑ Bassin) entlehnt. Das Wort bezeichnete zunächst ein flaches, offenes ‹Wasch›gefäß, dann das aus Messing geschlagene Handwerkszeug der Barbiere und das aus zwei tellerförmigen … Das Herkunftswörterbuch
Becken [1] — Becken (lat. Pelvis), unterster Theil des Rumpfes, welcher diesem zur Unterlage dient, selbst von den Schenkeln, mit deren Köpfen es in Gelenkverbindung steht, getragen u. wegen entfernter Ähnlichkeit seiner knöchernen Grundlage mit einem… … Pierer's Universal-Lexikon
Becken [2] — Becken, 1) metallenes Gefäß, welches breiter als tief ist; meist zum Aufbewahren von Wasser, welches zur Reinigung dient, z.B. Waschbecken; vgl. Taufbecken; 2) (Türkische B., Cinellen, ital. Piatti), dünne Metallteller, in der Mitte mit… … Pierer's Universal-Lexikon
Becken [1] — Becken (Wanne), in der physikalischen Geographie eine breite, auf allen Seiten von Gebirgen eingefaßte Vertiefung der Erdoberfläche, die, falls sie sich unter das normale Niveau einsenkt, gewöhnlich von einem See oder Meer ausgefüllt ist.… … Meyers Großes Konversations-Lexikon
Becken [2] — Becken (lat. Pelvis), der Knochengürtel (Beckengürtel), der zur Befestigung der Hintergliedmaßen am Rumpfe dient. Bei den Haifischen besteht es aus einem Knorpelstück; bei den Knochenfischen ist es verknöchert, jedoch noch nicht fest mit der… … Meyers Großes Konversations-Lexikon
Becken [3] — Becken (türkische Teller, franz. Cymbales, ital. Piatti, Cinelli), Schlaginstrumente von unveränderlicher, nicht zu bestimmender Tonhöhe, die einen aufregenden, lauten, grell dröhnenden und lange nachhallenden Schall geben. Sollen sie nur kurze… … Meyers Großes Konversations-Lexikon
Becken — Becken, (Pelvis), Teil des Knochenskeletts, liegt in Form eines schüsselförmigen Ringes zu unterst am Rumpf und umschließt eine nach unten sich verjüngende Höhle, die Beckenhöhle, die in zwei Abschnitte, das obere, große, und das untere, kleine B … Kleines Konversations-Lexikon
Becken [2] — Becken (Mus.), auch Cinellen, türkische Teller (ital. Piatti), musikal. Schlaginstrument, zwei Metallteller, die aneinander geschlagen werden … Kleines Konversations-Lexikon
Becken [2] — Becken, musikalisches Instrument; bestehend aus 2 Metallscheiben, die an einander geschlagen einen grellen, klirrenden Ton geben; bei der Janitscharenmusik gebraucht … Herders Conversations-Lexikon