Lwiw wird Partnerstadt von Frankfurt
- ️Fri May 03 2024
Stand: 03.05.2024, 18:08 Uhr
Die Stadtverordneten stimmen den Plänen zu. Besuche in der Ukrainer sind geplant - auch vor dem Ende des Kriegs.
Viel war von Solidarität die Rede. Von einem Signal und einem Zeichen mitten im Krieg. Doch die Städtepartnerschaft zwischen Frankfurt und dem ukrainischen Lwiw, die das Frankfurter Stadtparlament am späten Donnerstagabend beschlossen hat, soll durchaus mit Leben gefüllt werden. Gegenseitige Besuche sind noch in diesem Jahr geplant. Zudem soll Frankfurt Hilfslieferungen in die westukrainische Stadt schicken.
Ursprünglich hatten die Stadtverordneten eine Partnerschaft nach dem Ende des russischen Angriffskriegs angestrebt. „Damals glaubten noch alle an ein absehbares Ende des Krieges“, sagte die für internationale Angelegenheiten zuständige Dezernentin Eileen O’Sullivan (Volt) im Gespräch mit der FR. Nun sei die Situation eine andere. Es gehe darum, die Menschen in der Ukraine zu unterstützen. Etwa durch Spenden, die über das polnische Krakow (Krakau) nach Lwiw gelangen sollen. Krakau ist sowohl Partnerstadt von Lwiw als auch von Frankfurt.
Besuch im September
Für O’Sullivan ist die Partnerschaft auch ein klares Bekenntnis zur EU-Bewerbung der Ukraine: „Die unterstützen wir.“
Die Pläne für die Partnerschaft fanden bei den Stadtverordneten eine große Mehrheit. Beim Wiederaufbau nach Kriegsende könne sich Frankfurt einbringen, sagte Isabel Schnitzler (FDP): „ Wir streben einen intensiven kulturellen und auch wirtschaftlichen Austausch an.“ In einer Zeit, in der Demokratie und europäische Werte auf der ganzen Welt herausgefordert würden, sei es „von entscheidender Bedeutung, dass Städte wie Frankfurt und Lwiw zusammenstehen und ein starkes Bekenntnis für die Grundprinzipien abgeben“, sagte Elisa Grote (Volt).
Voraussichtlich Mitte Mai wird der Bürgermeister von Lwiw, Andrij Sadowyj, nach Frankfurt kommen, um die Urkunde zur Städtepartnerschaft zu unterzeichnen. Ein Gegenbesuch ist für September geplant – wenn es die Lage in der Ukraine zulässt.